Patient

Hamad

Hamad kommt aus dem kurdischen Teil des Iraks und hat ein kaum vorstellbares Schicksal hinter sich.

Weil sie den für sie bestimmten Mann nicht heiraten wollte, wird sie 2007 von ihrem Onkel mit Benzin überschüttet, angezündet und verstümmelt. Sie wurde gefoltert und Schein-erschossen. Nach Behandlungen im Irak und einer unmenschlichen Odyssee kam sie schließlich 2011 zu ihrem Bruder nach Mainz.

Er vermittelte sie an uns.

Wir sehen im August 2012 eine völlig verstörte und depressive junge Frau. Sie verbirgt Gesicht und Hände. Sie ist durch die Verstümmelung der Hände völlig unselbstständig, kann die basalen Dinge der Eigenversorgung nicht durchführen: Anziehen, Ausziehen, Essen, Körperpflege.

Gesicht, Ohren und Hände sind schwer geschädigt, die Hände funktionslos. Arme, Oberkörper und Oberschenkel sind flächig vernarbt.

Wir beginnen sie zu behandeln und operieren sie zwischen Oktober 2012 und Februar 2013 vier Mal im Gesicht und an beiden Händen.

Da die Patientin schließlich in Deutschland versichert ist und in der Nähe ihres Wohnorts weiterversorgt werden möchte, geht sie zur weiteren Behandlung in die BG-Klinik in Ludwigshafen.

 

Hamad bei ihrer Erstvorstellung in Berlin

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